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Micha-El Goehre: Whitebook
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Micha-El Goehre: Whitebook
Ich erinnere mich ungerne gerne an meine erste Begegnung mit Micha-El. Da hat er etwas von entsetzlich viel Blut und vollgeschissenen Badewannen erzählt, dass einem schwindelig wurde. Nein. Diese erste Begegnung war nicht von Freude geprägt.

Aber das haben Micha und ich schon ganz lange geklärt.
Zwischen damals, dem 19. Februar 2003 und heute, dem 8. Dezember 2006 liegen nicht nur fast drei Jahre sondern auch eine unzählige Anzahl gemeinsamer Auftritte, ins Unendliche laufende Autobahnkilometer auf dem Weg dorthin und zurück und viele nette Gespräche darüber, was Live-Poetry sein kann und vor allem soll. Toll!
In dieser Zeit habe nicht nur ich eine Entwicklung im Schreiben und Vortragen gemacht, sondern auch unser lieber „Slam-Tsunami" (O-To Vérollet) Micha-El Goehre ging durch so manche Phase. Vom besagten Ekel-Literaten über den Romantiker und einem unvergessenen Ausflugs ins „Gerappe" (Nein, das habe ich nicht vergessen, HAUSER!) hat er vor einem Jahr seinen Triumphzug mit „Kaffee“ und „Kippen“ über die deutschen Slam-Bühnen begonnen.
Und nun ist er einen weiteren Schritt vorwärts gegangen. Mit der Veröffentlichung seines zweiten, besseren Buchs „Whitebook". Erschienen im LEKTORA Verlag.
Darin versammelt sich Lyrik und Prosa, der man eine wundervolle Reife anmerkt. In jedem einzelnen Wort. Da wird erzählt über die Entfremdung von der eigenen Familie, zerbrochener Liebe, unerwiderter Gefühle, Krieg und der Angst vor dem Leben im Allgemeinen. Und warum man trotzdem den Arsch hochkriegt und weitermacht. Es macht entsetzlich viel Freude, das zu lesen und zu wissen, woher das alles kommt. Danke, Freund!
Wer von Live-Poetry mehr erwartet als Slapstick, Slam und Generations-Gehabe der wird hier ein kleines Meisterwerk finden.
Meine Geschenk-Tipp 2006. Kaufen!
(Und das Cover finde ich auch ganz schön ... :-)

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